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Weisheitszähne

Die Weisheit kommt zum Schluß

Die Weisheitszähne kommen gewöhnlich früher. Der bärtige alte Mann links hat sie schon bekommen oder eben nicht. Denn nicht immer haben Menschen Weisheitszähne. Von den insgesamt 32 Zähnen des Menschen wachsen die Weisheitszähne erst ab dem 16. bis 18. Lebensjahr heraus. Dies kann zu Problemen führen, muss es aber nicht. Lesen Sie auf dieser Seite, was geschehen kann und wie man mit dem Problem drückender Weisheitszähne umgeht.

Häufig gliedern sie sich ohne Komplikationen in die Zahnreihe ein und müssen dann nicht entfernt werden. Manchmal wachsen sie in Schüben auch noch in einem fortgeschrittenen Alter und führen dann zu Komplikationen.

Die Entfernung eines Weisheitszahns wird meist unter nur örtlicher Betäubung durchgeführt. Ist der Zahn komplett herausgewachsen, seine Wurzeln sind relativ gerade, dann kann er wie jeder andere Zahn gezogen werden. Wenn er aber tief im Kiefer verblieben, gekippt, verdreht ist oder seine Wurzeln stark verästelt sind, muss eine operative Entfernung erfolgen.

Die Extraktion von Weisheitszähnen ist oft die beste Methode, um Entzündungen und Komplikationen zu vermeiden. Wie bei allen Eingriffen müssen Sie sich darauf einstellen, dass es zu Beschwerden kommen kann. Dank moderner Operationstechnik und guter Vor- und Nachsorge werden diese aber deutlich verringert.

Wie Sie selbst die Risiken von Nebenwirkungen und Komplikationen verringern können, lesen Sie weiter unten.

Wann können die Weisheitszähne bleiben?

Wenn der Kiefer groß genug ist, die Zähne komplett herauswachsen und dabei keine Nachbarzähne schädigen, können sie im Kiefer bleiben. Ein Röntgenbild kann dazu sehr hilfreich sein. Wir können dazu auch unsere Methode des Dental Imaging einsetzen. Ob genug Platz für diese zusätzlichen Zähne vorhanden ist, muss Zahnärztin Nadine Jahn oder Zahnarzt Rainer Kristek individuell bei Ihnen prüfen.

Auch Weisheitszähne, die komplett im Kiefer verblieben sind, man nennt sie retinierte Weisheitszähne, müssen manchmal nicht gezogen werden. Dazu können wir Ihnen nach der Untersuchung mehr sagen.

Meistens kommen die Patienten zu uns, weil es im Kiefer drückt und die Weisheitszähne die Ursache dafür sind. Dann ist es eher unwahrscheinlich, dass sich die Situation wieder beruhigt.

Weisheitszahn entfernen

Ein normal herausgewachsener Weisheitszahn mit relativ geraden Wurzeln kann wie jeder andere Zahn unter örtlicher Betäubung gezogen werden. Sitzt er tief im Kiefer bzw. ist er zum Beispiel verdreht oder gekippt, wird oft ein operativer Eingriff notwendig. Vorab wird der Kiefer geröntgt. So kann die genaue Lage des Zahnes und der Verlauf seiner Wurzeln ermittelt werden.

Meist reicht dazu eine örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) aus. Eine Sedierung bzw. Analgosedierung (eine Kombination aus Schmerzausschaltung und Beruhigung) oder Vollnarkose ist nur bei schwierigeren Eingriffen, evtl. beim gleichzeitigen Ziehen mehrerer Zähne oder bei Angstpatienten sinnvoll. Die Form der Anästhesie hängt in der Regel vom Schwierigkeitsgrad und dem individuellen Befund ab. Die Entfernung kann einzeln, pro Kiefer, pro Kieferseite oder für alle vier Weisheitszähne auf einmal erfolgen. Welche Vorgehensweise sich bei Ihnen am ehesten eignet, wird vorab ausführlich mit Ihnen besprochen.

Bei der Entfernung wird der Zahn in der Regel zunächst ein wenig gelockert und dann aus dem Zahnfach gezogen. Falls er nicht oder nur teilweise herausgewachsen ist oder seine Wurzeln sehr verästelt sind, muss die entsprechende Stelle eventuell chirurgisch geöffnet werden.

Nach dem Ziehen werden das Zahnfach und die Wundstelle gereinigt, desinfiziert und die Wunde mit Nähten geschlossen. Falls nötig, kann die beim Entfernen entstandene Höhlung im Kiefer durch natürliches bzw. synthetisches Knochenmaterial aufgefüllt werden. Dieses wird dann nach und nach durch körpereigenes Knochenmaterial ersetzt.

Gut eine Woche nach dem Eingriff ziehen wir die Fäden. Nach drei weiteren Tagen ist die Wunde meist weitgehend verheilt.

Was Sie tun können

In der ersten Zeit nach der Operation ist das richtige Verhalten für eine gute Wundheilung und für die Minderung der unvermeidbaren OP-Folgeerscheinungen wichtig:

  • In den ersten 24 Stunden sollte die Wunde im zwanzigminütigen Wechsel gekühlt werden. Dies bewirkt eine geringere Schwellung. Hierzu verwenden Sie am besten Kühlpackungen.
  • Achtung: Spülen behindert den natürlichen Wundheilungsprozess. Egal ob mit Kamille oder anderen Präparaten. Am besten lassen!
  • Nach der Extraktion/Operation sollte auf Koffein (Kaffee, Schwarztee, Energydrinks) verzichtet werden, da durch die Steigerung des Blutdrucks Nachblutungen verursacht werden können. Auf Alkohol sollte wegen seiner gerinnungshemmenden Wirkung ebenfalls verzichtet werden. Zigarettenrauch erhöht die Gefahr von Wundheilungsstörungen.
  • In den ersten Tagen nach der Extraktion/Operation sollte Sie auf Milch verzichten, da die Milchsäurebakterien möglicherweise in die Wunde eindringen und dort Entzündungen hervorrufen können.
  • Am Operationstag selbst empfiehlt es sich, zunächst nur Suppen und breiförmige Speisen zu konsumieren.
  • Die Zahnpflege sollten Sie möglichst wie gewohnt fortführen. In den ersten Tagen können Sie die Zähne im Wundbereich aussparen. Dann sollten Sie sie aber baldmöglichst mit einer weichen Bürste reinigen.
  • Alternativ können Sie eine Mundspülung mit Chlorhexidin verwenden. Diese Mundspülungen mit mindestens 0,1 % Chlorhexidingehalt wirken antiseptisch und vermindern die Keimzahl in der Mundhöhle. So können sie kurzzeitig das Zähneputzen ersetzen und auch die Behandlung von lokalen Entzündungen in der Mundhöhle unterstützen.
  • Sportliche Aktivitäten und körperliche Anstrengungen sind zu vermeiden, da der steigende Blutdruck Nachblutungen verursachen kann.
  • Bitte verzichten Sie auf übermäßige Wärmebelastung, wie Sonnenbäder, Solarium und Saunaaufenthalte.

Sie haben die Wahl

Zahnarzt oder Zahnärztin? Wir haben beides. Entscheiden Sie sich nach Ihren Wünschen. Und sagen Sie uns gerne Ihre Meinung: Hier geht´s zur Umfrage. Rainer Kristek oder Nadine Jahn freuen sich auf einen Termin mit Ihnen in Spandau.

Wir freuen uns über Kritik von Ihnen, Maxi Mustermann! Konstruktive Kritik bringt uns als Zahnärzte weiter und gibt unseren Patienten und Patientinnen ein Stimmungsbild, durch das sie sich vielleicht besser entscheiden können. Wer uns bewerten möchte, folgt dem Link.

Maxi Mustermann

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