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Das Märchen vom Zahnbürstenbaum

Es ware einmal ein kleines Mädchen, das wollte seine Zähne nicht putzen. Seine Eltern wussten schon keinen Rat mehr (außer es zu Zahnarzt Rainer Kristek zu schicken, damit er ihm auf den Zahn fühle). Da wachte das Mädchen eines Morgens auf und erzählte seinen Eltern von seinem Traum. Es habe von einem ganz besonderen Baum geträumt, an dem Zahnbüsten wachsen würden. Mit solch einer Zahnbürste von solch einem Baum würde sich das Mädchen auch die Zähne putzen lassen. Und die Eltern fragten Tante Google und siehe da, es gab ihn wirklich, den Zahnbürstenbaum.

Jedes Märchen hat seinen wahren Kern

Was wie ein Märchen klingt, hat wie alle erfundenen Geschichten seinen wahren Kern. Es gibt den Baum tatsächlich. Im Internet findet man dazu sogenannte Miswak-Sticks. Das sind einfach nur getrocknete Zweige vom Zahnbürstenbaum, der von Natur aus Fluorid enthält. Eine Variation dazu ist die ist die Swak-Zahnbürste. Die Halterung besteht aus einem Griff auf Grundlage von Maisstärken-Bioplastik. Dazu gesellt sich ein kleiner, austauschbarer Kopf aus Miswak. Letztendlich schmeißt man nach Gebrauch nur ein kleines Stückchen Holz weg. So wie bei allen Zahnbürsten muss man aus Hygienegründen von Zeit zu Zeit den Kopf wechseln. Nur diesmal fällt kein Plastik als Müll an. Das ist gerade sehr aktuell, wo es darum geht, Plastikmüll zu reduzieren. Neben Wattestäbchen sind eben auch Zahnbürsten Müll verursachend. (siehe dazu unseren Beitrag über Zahnbürsten und ihre Müllbilanz.)

Der Zahnbürstenbaum (Salvadora persica) ist eine Pflanzenart, die zur kleinen Familie der Salvadoraceae in der Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales) gehört. Andere deutschsprachige umgangssprachliche Bezeichnungen sind Salzbusch, Senfbaum und Arrak- oder Arakbaum.

Der Zahnbürstenbaum ist bekannt – nur nicht bei uns

Zahnbürstenbaum heißt er deshalb, weil seine Knospen, Wurzeln und Zweige traditionell zur Zahnpflege genutzt werden. Sie werden dazu abgeschnitten und anschließend lange gekaut. Das ausgefranste Ende erinnert an eine Bürste. Im Islam ist der Zahnbürstenbaum sehr bekannt und findet sich sogar in Gebeten wieder.

In Salvadora persica finden sich wichtige Mineralstoffe, Rohfasern, Proteine und keimhemmend wirkende Substanzen. Insbesondere Ablagerungen feinster Bassanit-Kristalle unterstützen die Reinigung der Zähne durch das Kauen der Pflanzenteile. Die Hölzer weisen einen natürlichen Fluorid-Anteil von 8 bis 22 ppm. Bei handelsüblicher Zahnpasta sind es 1000 bis 1500 ppm).

Ayurvedische Kräuterzahnpasta enthält ebenfalls Wirkstoffe aus Salvadora persica.

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